Die richtige Online-Bewerbung

verfasst von Till Tauber

Tauber

An der Onlinebewerbung führt in der Regel kein Weg vorbei. Aufgrund der Tatsache, dass in der Geschäftswelt die Kommunikation größtenteils per E-Mail sowie anderen Anwendungen dieser Art erfolgt, handelt es sich bei den meisten Bewerbungen auch um Onlinebewerbungen. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie sich für eine „normale“ Stelle oder eine Ausbildungsstelle bewerben möchten. Im Wesentlichen sind zwei Formen der Onlinebewerbung anzutreffen: Die Bewerbung per E-Mail und die Bewerbung über ein Onlinebewerbungssystem bzw. ein Portal. Während kleinere Firmen eher zur Bewerbung per E-Mail neigen, können sich große Firmen und Konzerne kostenintensive Bewerbungsportale leisten, mit denen Ihre Bewerbungsunterlagen per Dateiupload übersendet werden.

Welchen Unterschied gibt es zwischen der klassischen Bewerbung und der Onlinevariante?!

Grundsätzlich kann man sagen, dass es kaum Unterschiede gibt. Die Bewerbung in der Onlineversion muss mit der gleichen Sorgfalt erstellt werden und dieselben Bewerbungsdokumente enthalten, die Sie auch von der traditionellen Bewerbung her kennen: Das Bewerbungsanschreiben, den Lebenslauf und die Zeugnisanlage. Erfahrungsgemäß ist eine E-Mail schneller geschrieben, als ein Brief, sodass sich der Fehlerteufel leichter einschleichen kann.

In vielen Fällen ist den E-Mails deutlich anzumerken, dass der Verfasser sich nicht sonderlich viel Mühe dabei gegeben hat. Auch bei der Bewerbung für eine Ausbildungsstelle erwarten die potenziellen Arbeitgeber grundsätzlich jedoch die gleiche Qualität wie bei einer „normalen“ Bewerbung. Bitte nehmen Sie sich daher auch für die Onlinebewerbung viel Zeit und Ruhe, um zu ansprechenden Unterlagen zu kommen. Es sind die kleinen Details, die zusammengerechnet ein stimmiges Bild ergeben sollten.

Die 7 wichtigsten Tipps für die Onlinebewerbung

1 Verwenden Sie nur seriöse E-Mail-Adressen der Art „maxi.meyer@muster.de“ statt private der Form „player89@muster.de“.
2 Versenden Sie nur PDF-Dateien und niemals Word-Dateien.
3 Achten Sie auf eine sinnvolle Bezeichnung Ihrer Bewerbungsdateien. Sinnvoll ist z. B. „Anschreiben - Mustermann.pdf“, „Lebenslauf - Mustermann.pdf“ und „Anlagen - Mustermann.pdf“.
4 Fordern Sie bei einer E-Mail-Bewerbung keine Empfangsbestätigung an. Dies wirkt zu fordernd und ein(e) Personalbearbeiter(in) könnte sich unter Druck gesetzt fühlen.
5 Die Betreffzeile einer Bewerbungs-E-Mail sollte die korrekte Bezeichnung der Ausbildungsstelle enthalten sowie die Referenznummer (falls vorhanden).
6 Wählen Sie bitte den korrekten Ansprechpartner für das Anschreiben gemäß der Stellenanzeige.
7 Ihre PDF-Dateien sollten in der Regel einzeln nicht größer als 2 - 3 MB sein. Vorgaben finden Sie oft in der Stellenausschreibung. Mit einer Freeware wie „PDF Creator“ können Sie aus Ihren Word-Dateien passende PDF-Dateien erstellen. Die optimalen Einstellungen können Sie durch Ausprobieren finden: Gute Lesbarkeit bei moderater Dateigröße.

Wie sollen die Bewerbungsunterlagen erstellt werden?

Bei einer Bewerbung handelt es sich um eine personalisierte „Werbung“ für Ihre Person mit all Ihren Stärken und Schwächen als Arbeitnehmer. Eine Ausbildung kostet den ausbildenden Betrieb einen nicht zu vernachlässigenden Betrag. Somit ist es klar, dass ein Betrieb nur solche Auszubildenden annehmen möchten, die hoch motiviert sind und mit großer Wahrscheinlichkeit die Ausbildung erfolgreich absolvieren werden und dabei bei der Erlernung der Berufspraxis einen Mehrwert bieten.

Ihre Bewerbungsunterlagen müssen der Personalabteilung auf schlüssige Weise zeigen, warum Sie sich für die Ausbildung Ihrer Wahl entschieden haben, dafür geeignet sind und gleichzeitig eine hohes Maß an Motivation mitbringen. Dies erreichen Sie mit einem abgestimmten Anschreiben, welches durch Ihren Lebenslauf gestützt wird, den wiederum die Zeugnisanlage mit offiziellen Dokumenten belegt. Die Bewerbungsunterlagen müssen aufeinander aufbauen und dürfen sich in keinem Fall widersprechen, denn dann sind die Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch überaus gering.

Das Anschreiben ist die „Seele“ Ihrer Bewerbung

StiftDas Anschreiben ist jenes Bewerbungsdokument, welches ein Personalbearbeiter in der Regel als erstes liest. Sie haben hiermit die Möglichkeit, die Gründe Ihrer Bewerbung für eine bestimmte Ausbildungsstelle mit Ihrem persönlichen Schreibstil zu verdeutlichen und Ihre Motivation glaubhaft zu vermitteln. Bitte bleiben Sie dabei in einem sachlichen Stil und versuchen Sie mit Argumenten für Ihre Person zu werben, ohne dabei zu übertreiben. Übertreibungen wirken überaus unglaubwürdig und hinterlassen einen „bitteren Beigeschmack“, sodass sie keinen Vorteil bringen. Die Kernaussage Ihres Anschreibens sollte sein: „Ich bin bestens für die Ausbildungsstelle geeignet.“. Diese Aussage erscheint insbesondere dann klar und schlüssig, wenn Ihr Anschreiben einen roten Faden enthält und den formalen Grundsätzen eines offiziellen Schriftstückes gerecht wird.

Das heißt, Sie müssen unbedingt Rechtschreib- und Grammatikfehler vermeiden. Typische Fehler sind beispielsweise eine falsche Groß- und Kleinschreibung oder Verwechselungen zwischen „das“ und „dass“. Bevor Sie Ihr Anschreiben versenden, empfiehlt es sich immer, eine Kontrolle der Rechtschreibung, der Grammatik und des Inhaltes durchzuführen. Die Rechtschreibfunktionen gängiger Textverarbeitungsprogramme sind dabei nicht immer zuverlässig. Lassen Sie Ihr Anschreiben besser noch einmal von einer Person prüfen, die sich mit den Feinheiten von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung gut auskennt.

Der Lebenslauf ist eine Zusammenfassung Ihres bisherigen Werdeganges

Mit dem Lebenslauf haben Sie die Gelegenheit, Ihren bisherigen schulischen Werdegang aufzuzeigen und Ihre speziellen Kenntnisse aufzuzählen. Bitte verwenden Sie einen tabellarischen Stil, denn dieser ist mittlerweile der Standard bei Bewerbungen. Wenn Sie schon neben der Schule gearbeitet haben, beispielsweise in einem Ferienjob, so zählt dies schon als Berufserfahrung!

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Richtig bewerben - Die Onlinebewerbung Teil I

Wenn Sie - was mit großer Sicherheit der Fall sein wird - Computerkenntnisse haben, geben Sie diese bitte an! Hierzu gehören nicht nur übliche Officeprogramme sondern auch Spezialwissen in Grafikprogrammen oder Programmiersprachen. IT-Kenntnisse sind zum Beispiel dann von großer Bedeutung, wenn Sie sich für eine Ausbildung entscheiden möchten, bei der Sie hauptsächlich am Rechner arbeiten. Zu vergessen sind auch nicht Ihre Hobbys, denn ein(e) Auszubildende(r) mit einem privaten Interesse an dem zukünftigen Betätigungsfeld wird zumeist wichtiges Basiswissen schon mitbringen und vermutlich eine höhere Motivation sowie Ausdauer bei der Ausbildung haben. Versuchen Sie daher bei Ihrer Bewerbung für eine Ausbildungsstelle Ihren Lebenslauf immer soweit wie möglich an die Stellenausschreibung auszurichten.

Unwahrheiten darf man aber nicht schreiben! Lügen haben bekannterweise nur kurze Beine und fallen schnell im Vorstellungsgespräch auf. Vom Umfang her sollten Sie versuchen, auf eine Seite Lebenslauf zu kommen. Maximal zwei Seiten sind dann zu empfehlen, wenn Sie bereits mehrere Ferienjobs hatten und schulbegleitende Kurse besucht haben.

Im jeden Falle müssen die Aussagen Ihres Anschreibens mit dem Lebenslauf soweit wie möglich schlüssig belegt werden. Bitte achten Sie in Ihrem Lebenslauf für eine Ausbildungsstelle ebenfalls darauf, dass Rechtschreibung und Grammatik stimmen!

Sie gehört auch dazu: Die Zeugnisanlage

Jeder kann natürlich behaupten, dass sie oder er hervorragende Schulnoten hat und viele Ferienjobs während der Schulzeit kennengelernt hat. Doch solche Aussagen müssen gerade bei einer Bewerbung verifiziert werden. Bei der Bewerbung für eine Ausbildung sollten das Schulabschlusszeugnis beigefügt werden, sowie sonstige Bescheinigungen wie z. B. ein MS Office-Kurs. Am wichtigsten ist natürlich das Schulabschlusszeugnis, deshalb sollte es in der Zeugnisanlage als erstes Dokument erscheinen.

Versuchen Sie beim Scannen auf eine gute Qualität zu achten. Schräg eingezogene Dokumente und eine zu pixelige Auflösung hinterlassen einen schlechten Eindruck und zeugen von mangelnder Sorgfalt. Eine Auflösung von 150 dpi ist dabei ein guter Kompromiss aus Qualität und Dateigröße.

Einen abschließenden Tipp möchten wir Ihnen noch geben. Da man oftmals mehrere Bewerbungen verschicken muss, ehe man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, ergibt es Sinn, mindestens 3 - 4 Bewerbungen parallel zu versenden. So ist die Enttäuschung nicht so groß, wenn man einmal eine Absage erhalten hat.

Wir drücken Ihnen die Daumen für die Ausbildungsstelle Ihrer Wahl.

Viel Bewerbungserfolg
wünschen Ausbildung Total und Till Tauber

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