Rechte und Pflichten in der Ausbildung

Die Ausbildung ist für alle staatlich anerkannten Berufe klar geregelt. Während die jeweils zuständigen Kammern (Industrie-, Handels-, und Handwerkskammer) die Inhalte der Berufsausbildung festlegen, werden die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für das Ausbildungsverhältnis im Berufsausbildungsgesetz (BBiG). Die Betriebe müssen sich an diesen Rahmen und die vorgeschriebenen Inhalte halten.

Der Betrieb muss dem Auszubildenden alle nötigen Sachen, die er für seine Ausbildung braucht, wie Berufskleidung, Werkzeug und Übungsmaterial, kostenlos zur Verfügung stellen. Der Auszubildende hat im Gegenzug sorgfältig mit diesen Dingen umzugehen. Material für die Berufsschule wie Lehrbücher und Schreibzeug muss der Azubi dagegen selbst kaufen.

Die Tätigkeit, die der Azubi im Betrieb ausführt, muss Bestandteil des betrieblichen Ausbildungsplans bzw. des Ausbildungsrahmenplans sein. Der Ausbilder oder Chef darf dem Auszubildenden keine ausbildungsfremden Aufgaben übertragen, die nicht den Ausbildungszweck erfüllen (wie private Einkäufe, Auto waschen oder Kinderbetreuung).

Der Azubi muss in der ganzen Ausbildungszeit sogenannte Ausbildungsnachweise (Berichtshefte) schreiben. Hier berichtet der Azubi, was er während der Ausbildung ausgeübt hat und welche Dinge er gelernt hat. Da das Führen des Berichtsheftes Bestandteil der Ausbildung ist, darf der Azubi es während der Arbeitszeit ausfüllen. Die Berichtshefte müssen komplett ausgefüllt sein, da sie Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung sind. Der Ausbilder hat wiederum die Pflicht die Ausbildungsnachweise zu kontrollieren und diese auch abzuzeichnen.

Vor Antritt der Ausbildung muss sich der Azubi ärztlich untersuchen lassen und seinen Gesundheits- und Entwicklungsstand vom Arzt bescheinigen lassen, damit soll sichergestellt werden, dass der Azubi bzw. seine Gesundheit nicht durch die Ausübung bestimmter Arbeiten gefährdet ist. Nur mit dieser ärztlichen Bescheinigung darf der Betrieb Minderjährige ausbilden.

Die täglichen Arbeitszeiten eines minderjährigen Azubis sind auf acht Stunden täglich und vierzig Stunden in der Woche begrenzt. Bei Azubis über 18 Jahren darf die Höchstarbeitszeit für einen beschränkten Zeitraum auf 10 Stunden am Tag, bzw. 48 Stunden in der Woche erhöht werden. Nähere Infos dazu gibt es in unserem Blogbeitrag.

Weiterführende Infos zu den Rechten und Pflichten von Azubis gibt es darüber hinaus zum Beispiel auch auf der Seite von der Arbeitsagentur.

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