Bewerbungsschreiben leicht gemacht - Wichtige Tipps von den Profis

Was genau in eine Bewerbung gehört, lässt sich in unzähligen Ratgebern und im Internet nachlesen. Wir haben den Profis von "Die Bewerbungsschreiber" einmal etwas andere Fragen zum aktuellen Bewerbungsverfahren gestellt.

Ausbildung Total: Online-Bewerbungen werden immer beliebter. Aber ab wann braucht man eine Bewerbungshomepage? Wann macht ein Auftritt auf Profilnetzwerken Sinn?

Björn Rostek: Zunächst einmal sollte ein Bewerber diese drei Optionen von einander differenzieren:

Unter einer Online-Bewerbung versteht man eine Bewerbung per E-Mail oder eine Bewerbung per Bewerberpool. Sie ist heutzutage fast immer sinnvoll. Und wird besonders von größeren Unternehmen favorisiert. Eine digitalisierte Mappe erspart dem Bewerber die Erarbeitung einer Bewerbungsmappe und den Versand. Außerdem ist sie für Personalentscheider, welche sich schon einmal mit Hunderten von Bewerbern auseinandersetzen müssen, einfacher zu verarbeiten. Unternehmen sind darüber hinaus verpflichtet schriftliche Bewerbungsunterlagen postalisch zurückzuschicken. Somit ergeben sich Vorteile für beide Parteien.

Eine Bewerbungshomepage macht lediglich in kreativen Branchen Sinn. Ob es um das Marketing, oder den IT-Bereich geht, wer mit Arbeitsproben punkten will, findet in ihr eine gute Möglichkeit. Besonders sinnvoll kann eine Bewerbungshomepage für Freelancer sein, da diese im Regelfall über keine Arbeitszeugnisse verfügen und neuen Auftraggebern somit Online-Portfolios als Leistungsnachweise präsentieren können.

Ein Auftritt in Businessnetzwerken, wie Xing oder LinkedIn, ist für Bewerber sinnvoll. Dort tummeln sich nicht nur viele Headhunter, sondern immer mehr Personalentscheider, welche online ihre Mitarbeiter rekrutieren.

Mappe

Ausbildung Total: Die vielen englischen Berufsbezeichnungen und Tätigkeitsbeschreibungen verwirren Bewerber. Ein Ende der Anglizismen ist derzeit nicht in Sicht. Was kann man als Bewerber tun, um dennoch ein möglichst passendes Profil vorzustellen?

Björn Rostek: Ein Bewerber sollte die jeweilige Stellenausschreibung genau lesen. Das klingt erst einmal banal. Doch gerade in Jobanzeigen inklusive englischer Berufsbezeichnung bzw. Tätigkeitsbeschreibung ist die Bedeutung nicht immer eindeutig. Die Berufsbezeichnung ist dabei nicht einmal entscheidend. Das Profil richtet sicht stets an die Tätigkeitsbeschreibung. Meist geht aus ihr ein klares Profil hervor. Ist sie ebenso unverständlich, sollte der Bewerber das Unternehmen kontaktieren und genau nachhaken. Doch Vorsicht ist geboten! Ist die Stellenausschreibung nicht so schwer verständlich, wie Anfangs gedacht, kann es schnell peinlich werden und die Frage aufwerfen, ob die Anzeige vom Bewerber überhaupt richtig gelesen wurde.

Zitat Heutzutage wird es immer schwieriger, sich
von anderen Bewerbern abzuheben

Ausbildung Total: Was kann man tun, wenn man nicht über Praxiserfahrung verfügt oder noch nicht in der entsprechenden/gewünschten Branche gearbeitet hat?

Björn Rostek: Praxiserfahrung ist eines der stärksten Argumente eines Bewerbers. Das sollte jedem Bewerber bewusst sein. Eine fehlende Berufserfahrung ist nur schwer zu überspielen. Eine Möglichkeit ist das Motivationsschreiben ( sog. dritte Seite), um die persönlichen Stärken anzugeben. Am besten macht man sich frühzeitig Gedanken über Praktika, um sich mit der Wunschbranche befassen zu können und praktische Kenntnisse zu erlangen.

Ausbildung Total: Wie können sich besonders Schulabgänger und Absolventen von Hochschulen in ihren Bewerbungsunterlagen von anderen abheben?

Björn Rostek: Heutzutage wird es immer schwieriger, sich von anderen Bewerbern abzuheben. Schulabgänger und Absolventen kämpfen dabei im Regelfall mit dem Problem, keine praktischen Erfahrungen vorweisen zu können. Schulabgänger trifft es dabei besonders hart, da selbst von ihnen immer häufiger praktische Kenntnisse vorausgesetzt werden. Wer sich von anderen Bewerbern abheben will, sollte Aspekte, wie Auslandserfahrungen, gute Kontakte und das Engagement bei schulischen oder universitären Projekten, in Betracht ziehen. Außerdem kann ein gut durchdachtes Design der Bewerbungsmappe ein attraktives und individuelles Äußeres verschaffen. Praktika sind jedoch nach wie vor der beste Weg, um sich durch praktisches Fachwissen abzuheben.

Mappe

Ausbildung Total: Die schwerste Hürde ist immer der erste Satz. Wie kann man eine gelungene Einleitung beginnen, ohne die gängigen Standard-Floskeln zu verwenden?

Björn Rostek: „Hiermit bewerbe ich mich ..“, ist ein Klassiker, welcher heute in keiner Bewerbung mehr zu finden sein sollte, aber leider immer noch auftritt. Das es sich um eine Bewerbung handelt, weiß der Personalentscheider eben selbst. Eine Alternative zu finden ist nicht immer leicht. Der Bewerber sollte sich daher individuell auf seine Stellenausschreibung beziehen und versuchen mit hervorragenden Fakten zu beginnen. Wird ein Absolvent mit Masterabschluss gesucht, könnte dies ein Ausgangspunkt sein. Hat der Bewerber die Anzeige auf einem Firmenflyer gelesen, wäre dies ebenfalls eine Option.

Ausbildung Total: Wie sinnvoll ist das „You – Me – We“-Prinzip? Also zuerst etwas über das Unternehmen sagen, dann über sich selbst und anschließend über die gemeinsame berufliche Zukunft dieser beiden Partner? Ist diese Herangehensweise bei allen Bewerbungen, egal ob Ausbildung, Berufseinsteiger oder Professional, gleichermaßen üblich?

Björn Rostek: Das „You – Me – We“-Prinzip ist kein schlechtes Konzept und wird weitgehend für Bewerbungen jeglicher Art genutzt. Diese Formel ist jedoch nicht immer bindend. Grade beim „You“-Part kann es sinnvoll sein zu variieren. Etwas über das Unternehmen auszusagen zeugt von der Eigeninitiative, sich schlaugemacht zu haben. Sind die angegebenen Informationen jedoch weitläufig bekannt und auf der Website des Unternehmens zu finden, sollte der Bewerber Abstand von dieser Idee nehmen. Eine wirkliche Leistung wurde schließlich nicht erbracht und was das Unternehmen macht, weiß es letztendlich selbst. Daher empfehlen wir den „You“-Part zu ersetzen und stattdessen darzustellen, aus welcher Situation sich der Bewerber bewirbt. Somit schafft der Bewerber quasi ein „Me (jetzt) – Me (im Besonderen) – We“-Prinzip, welches für das Unternehmen weitaus informativer ist.

Ausbildung Total: Viele Bewerbungscoaches raten, die Gehaltsvorstellungen nicht in einer festen Summe, sondern in einem Rahmen zu nennen. Stimmt das? Und wenn ja, wie findet man gerade als Berufsanfänger einen realistischen Rahmen?

Björn Rostek: Das ist ungefähr richtig. In erster Linie geht es um drei Punkte:

  • Wie wertvoll ist sich der Bewerber?
  • Kennt der Bewerber das branchenübliche Gehalt?
  • Kann ich mir den Bewerber leisten?

Ich würde sagen, es ist in Ordnung das Gehalt nicht genau zu beziffern. Dennoch sollte der Bewerber die Spanne nicht zu grob legen. Er sollte zudem das Gehalt nur angeben, wenn es in der Ausschreibung enthalten ist. Dann aber ist es Pflicht.

Ausbildung Total: Vielen Dank für die Beantwortung dieser wichtigen Fragen.



Die Bewerbungsschreiber

Die Bewerbungsschreiber

Die Bewerbungsschreiber bieten professionell verfasste Bewerbung für jedermann an. Das Team ist sprachlich hoch ausgebildet und wird durch regelmäßige Weiterbildungen geschult, um immer die aktuellen Tendenzen der Personal-abteilungen und Headhunter im Blick zu haben.

Die Bewerbungen entsprechen ihren persönlichen Wünschen und werden speziell für jeden Arbeitgeber zugeschnitten. Neben einer Geld-Zurück-Garantie bietet das Team auch eine kostenlose Erstberatung an und hält auf der Seite www.die-bewerbungsschreiber.de eine Menge nützlicher Tipps parat.

 


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