Über den Tellerrand geschaut: Männerberufe mit Zukunft

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier? Offensichtlich - zumindest was die Berufswahl anbelangt. Da gibt es so viele spannende Berufe (aktuell sind über 300 Ausbildungsberufe registriert und von Arzthelfer bis Zerspanungsmechaniker gibt es wirklich alles) und die meisten Mädels und Jungs wählen trotzdem immer die gleichen Berufe. Mehr als 70 Prozent aller Mädchen entscheiden sich für typische Frauenberufe. Mädchen werden am liebsten Kauffrau, Jungs möchten am liebsten Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker oder Industriemechaniker werden. Über die Hälfte aller Jungs entscheiden sich für einen von 20 typisch männlichen Jobs, vor allem aus den handwerklichen und technischen Bereichen.

Dabei wäre gerade für viele männliche Jugendliche ein Blick über den Tellerrand durchaus lohnenswert und nicht für wenige von ihnen würden die Chancen besser stehen, wenn sie einen für sie ungewöhnlichen Beruf wählen. Doch an eher "weiblich dominierte" Bereiche wie Erziehung, Pflege, Gesundheit und Dienstleistung trauen sich Jungs oft nicht ran. Dabei bieten gerade diese Berufe auch für gering qualifizierte Jungs eine echte Chance. Denn während in den üblichen gewählten "Männerberufen" eher Arbeitsplätze abgebaut werden, sind besonders der Dienstleistungs- und Pflegebereich auf dem Vormarsch.

Hinter dem Horizont geht's weiter: Berufsperspektiven erweitern

Wer als männlicher Kandidat die Vorurteile über typische "Frauenberufe" beiseiteschiebt, erweitert nicht nur seinen Horizont, sondern vor allem auch seine beruflichen Perspektiven. Egal ob Kinderpfleger, Physiotherapeut oder Masseur und medizinischer Bademeister - es gibt eine ganze Reihe von Berufen, die zwar immer noch als typisch weiblich gelten, aber zunehmend auch Jungs begeistern. Und das zu Recht! Wir wollen mit den alten Vorurteilen aufräumen und den Jugendlichen die Vielseitigkeit der typischen "Mädchenberufe" näherbringen. Zusammen mit männlichen Schülern des Unternehmensverbunds DIE SCHULE für Berufe mit Zukunft stellen wir, passend zum Boys' Day am 25.April, drei Berufe mit großen Zukunftsperspektiven für Jungs vor.

Das richtige Image für den richtigen Job: Raus aus der Krankengymnastik

Bestes Beispiel ist der Beruf des Physiotherapeuten. Lange Zeit wurde der Beruf des Physiotherapeuten ausschließlich mit Krankengymnastik in Verbindung gebracht, weshalb sich anfangs nur wenige Männer für diesen Beruf begeistern konnten. Mittlerweile sind Physiotherapeuten in nahezu allen medizinischen Fachbereichen tätig und können sich auf verschiedene Fachbereiche spezialisieren. Nicht zuletzt deswegen ist in den letzten zehn Jahren das männliche Interesse an dem Beruf des Physiotherapeuten deutlich gestiegen.

Mittlerweile machen Jungs knapp ein Drittel der Azubis aus. DIE SCHULE für Berufe mit Zukunft ist bei der richtigen Imagevermittlung des Berufsbilds sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Fast die Hälfte (44,2 %) aller Physiotherapieschüler sind bereits männlich. Schließlich bietet der Beruf viel Abwechslung und immer wieder neue Situationen, auf die die Schüler bereits während der Ausbildung vorbereitet werden. "In der einen Minute noch in der Rolle der gebrechlichen alten Frau, ist man in der nächsten Minute schon wieder jemand ganz anderes. Spielerisch erlernen wir so den Umgang mit Patienten, ihren Krankheitsbildern, Stimmungsschwankungen und Charakteren", berichtet Mathias begeistert von seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten am Standort Handewitt.

Auch im Bereich der beruflichen Weiterbildung bietet die Schule ihren angehenden Physiotherapeuten gute Perspektiven. In Kooperation mit der Hochschule Fresenius können die Schüler nach ihrer Ausbildung noch den Bachelor of Science dranhängen.

Traumberuf auf Umwegen: Kinder an die Macht

Ebenso kann mit einem Blick in die Schulklassen für Kinderpfleger mit einem weiteren Vorurteil aufgeräumt werden: Jungs können nichts mit Kindern anfangen? Offensichtlich doch. Denn DIE SCHULE für Berufe mit Zukunft bildet nicht nur Mädels in der Kinderpflege aus, über 20 Prozent der Schüler sind männlich. Und nicht wenige von ihnen waren anfangs auch skeptisch.

Thomas hat zum Beispiel seinen Traumberuf in der Kinderpflege gefunden, auch wenn er damit anfangs gar nicht gerechnet hat: "Früher bin ich am besten mit Kindern zurechtgekommen, wenn sie nicht da waren. Ein psychologisches Gutachten ergab dann, dass Kinderpfleger der perfekte Job für mich wäre. Nach dem ersten Praktikum war ich dann auch selber vom Testergebnis überzeugt. Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen und weiß gar nicht, warum ich früher von kleinen Kindern oft genervt war."

Theoretisch, praktisch, gut: Vielseitigkeit an der Massagebank

Ein weiterer Beruf, der zu Recht auch bei Jungs immer beliebter wird, ist der des Masseurs und medizinischen Bademeisters. Verbindet er doch viele Eigenschaften, die Jungs sich von ihrem Traumberuf wünschen. Der sportliche Aspekt, die körperliche Tätigkeit und gleichzeitig die Arbeit mit anderen Menschen kennzeichnen die Aufgaben des Masseurs und medizinischen Bademeisters. DIE SCHULE bildet zurzeit 25 Prozent männliche Schüler in diesem Bereich aus. André, angehender Masseur und medizinischer Bademeister in Osnabrück, weiß, warum ihm die Ausbildung dort so gut gefällt: "Es macht mir Spaß, immer etwas Neues hinzuzulernen und mich zu verbessern. Ich lerne den Beruf sowohl praktisch als auch theoretisch und kann mich danach in ganz unterschiedliche Richtungen weiterbilden."

Und damit hat er einen sehr wichtigen Punkt angesprochen: Die Fortbildungsmöglichkeiten für Masseure sind vielfältig und reichen vom Wochenendseminar bis zum Studium. Besonders für Schüler mit Hauptschulabschluss ist der Beruf attraktiv. Durch die Nachqualifizierung zum Physiotherapeuten haben sie nicht nur zwei Abschlüsse in der Tasche, sondern können auch ein Studium an der Hochschule Fresenius beginnen. Welche Richtung ausgebildete Masseure und medizinische Bademeister in der Weiterbildung einschlagen, hängt nicht zuletzt davon ab, ob und auf welchem Gebiet sie sich spezialisieren möchten. Für André steht allerdings schon seine Weiterbildung fest: "Ich möchte später gerne in dem Bereich Wellness und Spa gehen. Das interessiert mich sehr."

Ran an die Männerberufe mit Zukunft

Wer sich spätestens jetzt für einen dieser "Männerberufe mit Zukunft" interessiert, der sollte sich schnell für eine Boys Day Aktion am 25. April anmelden.

DIE SCHULE für Berufe mit Zukunft bietet gleich an drei Standorten einen Kennlerntag an:

Erfurt/Mühlhausen: Gesundheits- und Sozialberufe kennen lernen.

Für interessierte Jungs werden an diesem Tag Berufe aus dem sozialen und medizinischen Bereich im Bildungszentrum praxisnah vorgestellt. Dazu gehören folgende Berufe: Altenpfleger, Diätassistent,
Erzieher, Masseur und medizinischer Bademeister, Physiotherapeut, Kinderpfleger sowie Pharmazeutisch-technischer Assistent.

Zwickau: Jungs für die Arbeit mit älteren Menschen und andere "Frauenberufe" begeistern.

Die Versorgung älterer Menschen ist nur etwas für Frauen? Jungs passen nicht ins Gesundheitswesen? Räumt auf mit solchen Vorurteilen! Jungs sind in diesen Berufen mehr denn je gefragt! Bei DIE SCHULE für Berufe mit Zukunft könnt ihr ganz praxisnah austesten, ob ihr euch bei der Arbeit mit älteren Menschen oder in Dienstleistungsberufen des Gesundheitswesens wohl fühlt. Im Gespräch mit Schülern finden sich schnell Gemeinsamkeiten. Probiert euch aus - nehmt an interessanten Laborexperimenten teil oder testet eure Eignung als Pharmazeutisch-technischer Assistent, Ergotherapeut oder Logopäde!

Bildnachweis: ©DIE SCHULE für Berufe mit Zukunft

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