Zusatzqualifikation EDV: Sicherer Umgang mit Hard- und Software


Wem die Inhalte der schulischen Ausbildung noch nicht genug sind, der kann nebenher weitere sogenannte Zusatzqualifikationen erwerben. Diese gehen über das in der Ausbildung vermittelte Wissen hinaus und ermöglichen es, die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiter zu verbessern.

In vielen praxisorientierten EDV-Kursen ist es möglich Kenntnisse über die einzelnen Hardware-Komponenten, sowie über die Installation, Wartung und Fehlerbehebung bei PC-Hard- und Software zu erlernen. Besonder im Vordergrund stehen folgende Angebote:

  • Einführung in die EDV und Grundlagen der elektronischen Kommunikation
  • Hardwarekomponenten (Prozessor, Motherboard, ROM etc.)
  • Datenträger und moderne Laufwerkstechnologien
  • Anzeigesysteme (Bildschirmdarstellung)
  • Ausgabesysteme (Drucker)
  • Netzwerk, Telekommunikation
  • Sicherheit und Wartung

Im Bereich Software lassen sich sowohl der Umgang mit allen gängigen Betriebssystemen (Windows, Linux-Distributionen, Unix, Mac OS etc.) als auch die Benutzung umfangreicher Softwarepakete (MS Office, Adobe Produkte, Video- und Fotobearbeitung, CAD etc.) erlernen.

Der Europäische Computerführerschein

Der Europäische Computerführerschein (ECDL - European Computer Driving Licence) ist eine Zusatzqualifikation, die in 148 Ländern anerkannt wird. Mit dieser Qualifikation können Fertigkeiten am Computer und IT-Kenntnisse nachgewiesen werden. Dabei sollen vor allem grundlegende Computerkenntnisse des Alltags vermittelt werden. Der ECDL ist laut Stiftung Warentest eine der anerkanntesten Qualifikationen in den Personalabteilungen. Besonders wegen der vielen Wahlmöglichkeiten ist der ECDL sehr beliebt.

In Deutschland existieren mehr als 1500 ECDL-Prüfungszentren, welche ECDL-Tests abnehmen. Der Lehrplan, Syllabus genannt, enthält acht Module und beschreibt, welche Kenntnisse von einem Kandidaten verlangt werden. Lehrende und Lernende haben also klare Vorgaben, welche Lerninhalte erreicht werden müssen, sodass sich Arbeitgeber auf das Zertifikat als verlässlichen Maßstab stützen können.

Nach Bestehen der ersten vier Module erhält man das ECDL-Start-Zertifikat, nach sieben Modulen das ECDL Zertifikat. Im Rahmen des Programms ECDL + ist es auch möglich, nur ein Modul zu belegen und dafür ein Zertifikat zu bekommen.

Modul 1 - Grundlagen der Informationstechnologie
Modul 2 - Betriebssysteme
Modul 3 - Textverarbeitung
Modul 4 - Tabellenkalkulation
Modul 5 - Datenbanken
Modul 6 - Präsentationen
Modul 7 - Internet und Kommunikation
Modul 8 - IT Sicherheit

In den Bereichen Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank und Präsentation lässt sich ein weiteres Modul abschließen: ECDL Advanced. Der erfolgreiche Abschluss belegt, dass man das jeweilige Office-Programm in seiner vollen Funktionalität kennt und beherrscht. Weltweite Aufsichtsbehörde für den ECDL ist die ECDL Foundation mit Sitz in Dublin. Sie entwickelt die Standards und Richtlinien für die Qualifikation und überprüft regelmäßig das Qualitätssicherungssystem. Die Tests finden als Online-Prüfungen unter Aufsicht statt und sind unabhängig vom ECDL-Anbieter. Die Ergebnisse stehen direkt nach Beendigung des Tests zur Verfügung. Wer sich nicht sicher ist, welche Kenntnisse er bereits besitzt und inwiefern der ECDL tatsächlich als Qualifikation von Nutzen ist, der kann sich einen ECDL-Diagnosetest bestellen.

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